Offizielle Stellungnahme des SKŠSP-Ausschusses zur vorübergehenden Einschränkung des Zugriffs auf Daten auf der Website des Vereins
Slowakischer Verein für Schweizer Sennenhunde (SKŠSP)
Datum: 14.2.2025
Sehr geehrte Mitglieder des SKŠSP und Freunde der Schweizer Sennenhunde,
der Vorstand des Vereins hält es für wichtig, eine klare und transparente Erklärung bezüglich der vorübergehenden Einschränkung des Zugriffs auf bestimmte Daten auf der Website des Vereins abzugeben. Diese Maßnahme wurde aufgrund einer Beschwerde eines SKŠSP-Mitglieds getroffen, das gegen die Veröffentlichung von Daten über seine Zuchtaktivitäten Einspruch erhoben hatte.
Gleichzeitig wird seit einigen Wochen in sozialen Netzwerken und unter Züchtern von Schweizer Sennenhunden eine Diskussion über eine Zuchtstation geführt, die zu unserem Verein gehört und in letzter Zeit verstärkt in den Fokus der Aufmerksamkeit geraten ist. Diese Situation entstand, nachdem eine anonyme Website Informationen über ihre Zuchtaktivitäten veröffentlicht hatte und sich dabei auf Daten von der Website unseres Vereins bezog.
Transparenz der Daten in der Datenbank des Vereins
Die Transparenz unserer Zucht auf der Website des Vereins war für unseren Verein nie ein Problem, und auch seitens der Vereinsmitglieder wurden keine Einwände hinsichtlich des Datenschutzes erhoben. Der Einführung der neuen Website des Vereins im Jahr 2023 gingen mehrere Monate der Vorbereitung der Unterlagen voraus, insbesondere der Zuchtdatenbank. Wir haben sowohl aus unseren eigenen Aufzeichnungen auf der vorherigen Website als auch aus Vereinsunterlagen wie z. B. Bonitätskarten von Hunden geschöpft und diese mit Daten aus dem Zuchtbuch der Union der Kynologischen Vereine ergänzt. Wir stehen hinter den Daten, die transparent und bis vor kurzem auf unserer Website verfügbar waren. Sie sind wahrheitsgemäß und entsprechen der Realität. Dem Administrator der Website ist es gelungen, die Daten aus mehreren Datenbanken zu einem „lesbaren” Ganzen zusammenzufassen. Dies war ein technisch anspruchsvoller Prozess, der dem Webadministrator in seiner Freizeit einen enormen Arbeitsaufwand abverlangte.
Bei der Verarbeitung einer so großen Datenmenge konnten kleinere administrative Fehler auftreten. Die Mitglieder wurden aufgefordert, ihre Daten zu überprüfen, und jeder gemeldete Fehler wurde umgehend korrigiert. Wir entschuldigen uns bei allen, die von möglichen Ungenauigkeiten betroffen sind, und fordern alle Clubmitglieder erneut auf, ihre Daten regelmäßig zu überprüfen.
Wir weisen die Behauptung zurück, dass die Daten in der Clubdatenbank absichtlich falsch, fehlerhaft oder sogar gefälscht angegeben wurden.
Warum wurde die Datenbank vorübergehend deaktiviert?
Die betroffene Züchterin hatte bis zum 10.2.2025 keine Einwände gegen die Veröffentlichung personenbezogener Daten auf der Website der SKŠSP. Anschließend beantragte sie jedoch die Löschung der Daten über die Anzahl der Würfe ihrer Zuchtstation, die ihr gehörenden Hunde und alle weiteren Informationen über ihre Zuchtaktivitäten.
Diese Forderung warf die Frage auf, ob Informationen über Würfe und Hunde personenbezogene Daten sind. Der Ausschuss wandte sich wiederholt mit dieser Frage an die Datenschutzbehörde der Slowakischen Republik. Trotz unserer Anfrage an die Datenschutzbehörde haben wir bis heute keine Antwort darauf erhalten, ob diese Daten unter die Definition personenbezogener Daten fallen. Auf der Grundlage einer Beratung mit dem Anwalt der SKJ zum Thema Datenschutz sind wir der Ansicht, dass die Veröffentlichung von Daten über die Hundezucht auf der Website des Vereins vollständig im Einklang mit den Statuten der SKŠSP sowie mit der allgemeinen Praxis von kynologischen Organisationen steht. Ähnliche Daten sind in den Datenbanken von Zuchtvereinen üblicherweise öffentlich zugänglich und stehen nicht im Widerspruch zu den Datenschutzbestimmungen (DSGVO), da sie sich auf die Zucht und nicht auf Privatpersonen beziehen und gleichzeitig ein berechtigtes Interesse des Vereins darstellen.
Nach der Veröffentlichung der anonymen Website mit Daten über die Zucht der betroffenen Züchterin folgten heftige Proteste und ihre Forderung nach einer Änderung der Datenbank. Die Zuchtdatenbank ist jedoch ein Ganzes, das aus mehreren Teildatenbanken besteht, und es ist nicht möglich, die Daten einer einzelnen Zuchtstation zu löschen, ohne die gesamte Datenbank zu beeinträchtigen.
Aus diesem Grund wurde die SKŠSP-Datenbank vorübergehend abgeschaltet.
Dieser Schritt bedeutet keinesfalls ein Nachgeben gegenüber individuellen Forderungen, sondern war eine vorübergehende technische Lösung, bis eine optimale Lösung gefunden wird.
Geplante Schritte des Vereinsvorstands
Der Vereinsvorstand arbeitet an einer Lösung, die für alle Mitglieder ausgewogen ist. Diese Arbeit wird derzeit mit dem Anbieter unserer Website kommuniziert. Wir bitten um Geduld, da wir derzeit die Dauer dieser Arbeiten nicht abschätzen können und hoffen, dass wir sie auch finanziell bewältigen können.
Anschließend wird unsere Website so umgestaltet, dass sie in zwei Bereiche unterteilt ist:
1. Öffentlicher Bereich – für die breite Öffentlichkeit zugänglich, mit grundlegenden Informationen über den Verein und die Zucht.
2. Mitgliederbereich – nur für Clubmitglieder zugänglich, wo alle Informationen wie vor der Schließung der Datenbank verfügbar sein werden. In Fällen, in denen Mitglieder mit der Veröffentlichung des Namens ihrer Zuchtstation nicht einverstanden sind, werden die Daten über ihre Zuchtaktivitäten anonymisiert.
Mit diesem Schritt gewährleisten wir die Transparenz der Zucht und ermöglichen gleichzeitig einen besseren Schutz der Daten der Mitglieder. Das Ziel des Vorstands ist es, sicherzustellen, dass sich die Situation, die zur Abschaltung der Datenbank geführt hat, nie wiederholt.
Die Haltung des Vereins zur Zuchtethik
Der Vereinsvorstand lehnt entschieden alle Praktiken ab, die zwar formal den Vorschriften entsprechen, aber an der Grenze der ethischen Standards liegen und dem guten Ruf des Vereins und unserer vier Rassen schaden können.
Die Zuchtaktivitäten unter dem SKŠSP haben zwei Ebenen: Die erste ist die Einhaltung der Zuchtvorschriften des Vereins, die zweite ist die moralisch-ethische Seite der Zucht. Für die Kontrolle der Einhaltung der Zuchtvorschriften ist die Hauptzuchtberaterin verantwortlich. Der Vereinsvorstand stellt fest, dass diese Vorschriften von der Hauptzuchtberaterin kontrolliert werden und von den Züchtern eingehalten werden – wenn auch in einigen Fällen nur knapp. Wir sind uns bewusst, dass die Zuchtkommission in bestimmten Situationen wohlwollender vorgegangen ist, jedoch wurde niemals bewusst außerhalb des FCI-Standards gezüchtet, was durch die langfristige Konsistenz der Bewertungen belegt wird.
Was die moralisch-ethische Seite der Zucht betrifft, verfügt der Vereinsvorstand derzeit über keine Mechanismen zu ihrer direkten Regulierung oder Durchsetzung. Einige Züchter nutzen Lücken in den Vorschriften oder bewegen sich an deren Grenzen. In den verschiedenen Mitgliedsländern der FCI gelten unterschiedliche Zuchtvorschriften, was bedeutet, dass ein Individuum, das unsere Zuchtprüfung nicht bestehen würde, in einem anderen Mitgliedsland der FCI ohne Probleme gezüchtet werden kann. Es ist wahr, dass einige Züchter die großzügigeren Zuchtvorschriften im Ausland nutzen, wo die Normen weniger streng sind. Der SKŠSP distanziert sich von solchen Praktiken und wird weiterhin ethische Zuchtprinzipien durchsetzen, die die Gesundheit und Qualität unserer Rassen gewährleisten.
Schutz der kollektiven Interessen und der Zuchtethik
Der Vereinsvorstand ist sich der Bedeutung eines Gleichgewichts zwischen den Rechten des Einzelnen und den kollektiven Interessen der Mitglieder bewusst. Der SKŠSP hat stets eine ethische und verantwortungsvolle Zucht von Schweizer Sennenhunden unterstützt und wird daher die Forderungen Einzelner nicht auf Kosten der Transparenz und Integrität der Zucht bevorzugen.
Gleichzeitig sind wir uns der Notwendigkeit bewusst, die Regeln und Mechanismen zu stärken, die in Zukunft ähnliche Situationen verhindern. Auf der nächsten Mitgliederversammlung wird der Vereinsvorstand daher eine Reihe von Maßnahmen zur besseren Kontrolle der ethischen Standards der Zucht vorschlagen. Diese Maßnahmen umfassen einen Vorschlag zur Änderung der Zuchtordnung, strengere Aufzuchtbedingungen, strengere Vorschriften für die Paarung und Gesundheitsuntersuchungen für alle vier Rassen sowie die Verpflichtung zur Einhaltung des Ethikkodexes des ÚKK. Dieser Kodex wird auf der Website des Clubs veröffentlicht und in die Satzung des SKŠSP aufgenommen.
Die Clubmitglieder werden rechtzeitig über diese Vorschläge informiert und haben die Möglichkeit, sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen.
Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis.
Der Vorstand des SKŠSP